WPK Leben in den Medien

 

Projekte der WBG

An dem Profilkurs haben insgesamt 10 Kinder aus 2 Klassen des Jahrgangs 7. Klasse teilgenommen. Das Angebot wurde in der Wilhelm Bracke Gesamtschule mit Unterstützung der Gahnz Stiftung und im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“  vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend realisiert. Die Projekteitung lag beim Kunstverein DALI e.V., die konkrete Umsetzung erfolgte unter Anleitung des Teams des Theaterpädagogischen Zentrums (TPZ) in Braunschweig.

Die Tätigkeit an der IGS Wilhelm Brake begann im September 2020 und endete im Dezember 2020.

 

Positiv hat sich im Projekt gezeigt, dass es gut funktioniert, mit Filmen und Technik als Medium zu arbeiten: die Handy-Kamera diente als Katalysator für Kreativität, so haben sich die Jugendlichen vor der Kamera mehr getraut als ohne Kamera.

Zudem war bei den Jugendlichen eine große Grundkenntnis an Techniken wie Filmschnitt usw. vorhanden, auf der man aufbauen und an die Lebenswelt der Jugendlichen anknüpfen kann. 
Der Wechsel vom ursprünglich zugeteilten Raum in einen ebenerdigen Raum mit Zugang zum Hof und der Möglichkeit, jederzeit draußen zu filmen und die Basis weiterhin drinnen zu haben, hat sehr geholfen. Vor allem, da draußen größere Bewegungsfreiheit für die Schüler und frische Luft herrschte.

Der Inhalt des Grundgesetzes war den Schülern offenbar nicht bekannt. Daher erschien es erst recht wichtig, sich damit auseinanderzusetzen; für diese spezifische Gruppe wirkte das Thema aber vielleicht ein bisschen zu abstrakt. Ein grundlegendes Interesse war jedoch vorhanden, vor allem bei Themen wie: Wofür brauchen wir ein Grundgesetz und Grundrechte? Wie kann man die Grundbedürfnisse von ganz unterschiedlichen Personengruppen in einem Staat berücksichtigen? Was ist fair? Sehr interessante Vorschläge, welche Aspekte sie selbst ins Grundgesetz schreiben würden, wurden von ihnen eingebracht. Auch was im Internet erlaubt ist und was nicht sowie die Frage, wofür Regeln eigentlich da sind und ob und wann man sich daranhalten sollte, hat für interessante Diskussionen gesorgt.

Abgesehen davon, dass durch die Corona-Vorgaben wie Masken usw. die Bewegungs- und mimischen Ausdrucks-Möglichkeiten natürlich eingeschränkt gewesen sind, hat Corona den Verlauf des Projektes vor allem durch lange Pausen zwischendurch, viele Ausfälle, größere Fehlzeiten von Kindern usw. stark behindert. Ursprünglich hatten wir das Projekt daraufhin konzipiert, auch im Online-Format weiterlaufen zu können. Dafür gab es dann aber anders lautende Vorgaben vom Land/der Schule: Da alle Profilkurse ausgesetzt wurden, galt das aus Fairnessgründen auch für unseren. Zudem handelte es sich um eine spezielle Gruppenkonstellation, eine reine Jungsgruppe (in der Pubertät), bei der der größere Teil dieser Schüler zum Zeitpunkt der AG in der 7./8. Stunde anscheinend nur noch eine sehr kurze Aufmerksamkeitsspanne zeigte. Die Fenster konzentrierten Arbeitens waren also eher klein, dementsprechend dauerten viele Prozesse länger als gewohnt und durch die oben erwähnten langen Pausen zwischen den Treffen wurden kreative Entstehens-Prozesse mehrmals in der Mitte abgewürgt. Dass zum Ende kein Produkt entstanden ist, lag also an der Kombination aus ungewöhnlichen Umständen und der spezifischen Gruppe.