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Der Wald ruft!

Das Waldprojekt vom 18. und 19. Mai des 7. Jahrgangs

Mitten im Mai haben die sechs Klassen des Jahrgangs 7 zwei Vormittage im Querumer Forst verbracht. Aufbau und Funktion des Waldes stehen im Jahrgang 7 auf dem Lehrplan. Doch wie fühlt sich Wald an? Die Bedeutung des Ökosystems Wald lässt sich erst richtig fassen, wenn man ihn erlebt, zumal viele unserer Stadtkinder bisher nur äußerst wenig Erlebnisse im Wald gesammelt haben. Hände und Füße werden durch das Barfußlaufen und die Bodenuntersuchungen dreckig – für viele ungewohnt. Und gleichsam bemerken die Schülerinnen und Schüler, wie erholsam der Aufenthalt im Wald und dessen frischer Luft ist. Hier dröhnt keine Klimaanlage wie in der Schule – nur Vogelgezwitscher und das Säuseln der Mücken ist zu vernehmen! Der Teamgeist wird gestärkt, wird doch Rücksichtnahme und Verantwortung füreinander trainiert.

Sechs sehr unterschiedliche Stationen wurden an den zwei Tagen von den sechs Schülergruppen besucht:

1. Station:                  Tiere

Die SchülerInnen frischen nicht nur ihre Kenntnisse über Waldbewohner auf, sie erstellen auch Nahrungsnetze der Waldbewohner.

 2. Station:                  Vegetation

Die verschiedenen Vegetationsebenen des Waldes werden betrachtet und anhand eines Baumsteckbriefes konkretisiert.

3. Station:                  Waldsinne

An dieser Station sollen die SchülerInnen den Wald mit allen Sinnen wahrnehmen: sie sollen die Geräusche des Waldes notieren, mit verbundenen Augen barfuß durch den Wald schleichen und Gegenstände suchen, um ein Waldbild zu gestalten.

 bild4

4. Station:                  Stoffkreislauf

Bodentiere werden nicht nur gesucht, sondern auch untersucht. Ihr Lebensraum wird anhand einer Bodenleiter eingeordnet.

5. Station:                  Bodenuntersuchungen

SchülerInnen bestimmen die im Querumer Forst vorliegende Bodenart und untersuchen den pH‑Wert des Waldbodens. Der Waldboden ist an der Oberfläche saurer als im Untergrund. Ursache dafür ist der saure Regen. Auch die Fähigkeit des Waldbodens, viel Wasser in wenig Zeit aufzunehmen, wird experimentell ermittelt.

 

6. Station:                  Waldnutzung

Der Wald ist nicht nur Lebensraum vieler Tiere und Pflanzen oder Naherholungsgebiet, sondern wird auch bewirtschaftet. Dabei steht die Holznutzung im Vordergrund. Die SchülerInnen können die Baumhöhe und –breite messen und ein Waldfunktionenspiel durchführen.

 

Der Wald als Erholungsraum wird zwischen den Stationen immer wieder als solcher wahrgenommen.

Kerstin Meyer

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