Fachbereich Gesellschaftslehre/ Werte und Normen

Der Fachbereich Gesellschaftslehre/ Werte und Normen beheimatet mehrere Fächer und Projekte in beiden Sekundarstufen.

Sekundarstufe I

In der Sekundarstufe I wird das Fach Gesellschaftslehre durchgängig von der 5. bis zur 10. Klasse drei- bis vierstündig im Klassenverband unterrichtet. Dieses integrative Unterrichtsfach beinhaltet Anteile aus den Bereichen Geschichte, Politik-Wirtschaft und Erdkunde. Es erfolgt hierbei eine innere Differenzierung, die eine Beschäftigung auf unterschiedlichen Niveaustufen ermöglicht und so die zentralen Kompetenzen des Faches Gesellschaftslehre fördert. Das Fach Werte und Normen wird an der Wilhelm-Bracke-Gesamtschule ebenso durchgängig in den Jahrgängen 5-10 angeboten. In den einzelnen Jahrgangsstufen werden die Schülerinnen und Schüler in Kursen unterrichtet. Seit mehreren Jahren wird auch das Fach Pädagogik als Wahlpflichtkurs im 9. und 10. Jahrgang erfolgreich angeboten, welches in der Oberstufe fortgeführt werden kann. In den Wahlpflichtkursen der Jahrgänge 7. bis 10. werden stets Angebote aus dem Fach Gesellschaftslehre ermöglicht, welche ebenso in Form eines bilingualen Kurses in den Klassen 9 und 10 angewählt werden können. Verschiedene, teils fächerübergreifende, Projektphasen komplettieren das Angebot in der Sekundarstufe I. So können bsp. bei den Themen „Leben am Meer bzw. im Wald“ oder dem Gerichtsbesuch im 8. Jahrgang unterschiedliche Aspekte beleuchtet und praktisch erfahren werden. Ebenso haben in der Vergangenheit mehrere Klassen an landes- und bundesweiten Wettbewerben teilgenommen. Das Ehrengrab des Arbeiterführers Wilhelm Bracke auf dem Stadtteilfriedhof am Alerdsweg wird von einer Schüler-Arbeitsgemeinschaft ausgehend aus dem Fachbereich gepflegt.

Sekundarstufe II

In der Sekundarstufe II werden die Fächer Geschichte, Politik-Wirtschaft und Erdkunde getrennt unterrichtet. Für Geschichte und Politik-Wirtschaft können die Schülerinnen und Schüler alle Anforderungsebenen in der Qualifikationsphase anwählen, während Erdkunde und Pädagogik jeweils als 4. oder 5. Prüfungsfach ermöglicht werden. Das Fach Werte und Normen wird im grundlegenden Anforderungsniveau angeboten, obschon an der Weiterentwicklung derzeit gearbeitet wird. Auch in der Sekundarstufe II finden unterschiedliche Projekte statt. Neben Fachexkursionen der unterschiedlichen Fächer wird eine Philosophische Sommerschule angeboten und der inzwischen etablierte Austausch mit der polnischen Partnerschule in Gubin wird aus dem Fachbereich heraus mit Schülerinnen und Schülern der Oberstufe durchgeführt. Derzeit bewirbt sich die Wilhelm-Bracke-Gesamtschule um den Titel „Europaschule“, woraus sich bei erfolgreicher Übertragung ein weiteres Projekt entwickeln wird.

Der Fachbereich verfügt zur Unterstützung des Lernprozesses über einen fundierten Bestand an unterschiedlichen Medien und feste Kooperationen u.a. mit der JVA Wolfenbüttel. Insgesamt unterrichten 36 Kolleginnen und Kollegen im Fachbereich.

Aus dem Unterricht

Im Rahmen der Unterrichtseinheit "Römer und Germanen" im Fach Gesellschaftslehre hat sich die Klasse 2016.2 (6.2) außerhalb des Klassenraums auf archäologische Spurensuche begeben. Mit Begeisterung und Ehrgeiz haben die Schülerinnen und Schüler bei einer archäologischen Grabung neben alltäglichen Gegenständen wie einem Ring oder Kronkorken auch römische Münzen zutage befördert. Neben ausgiebiger Untersuchung der Münzen und einer Recherche galt es die verschiedenen Abbildungen und Legenden darauf zu interpretieren. Es zeigte sich, dass jeder römische Kaiser eigene Botschaften auf seine Münzen prägen ließ. Danach war es möglich mithilfe der Funde verschiedene wirtschaftliche und politische Vorgänge zur Zeit der Römer zu rekonstruieren. Am Ende kam die Klasse zu dem Ergebnis, dass uns Münzen als historische Quellen Aufschluss über die Vergangenheit geben können und damals nicht nur als bloßes Zahlungsmittel genutzt wurden.