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Gewaltprävention

Gewaltpräventionsprojekt 2013

an der Wilhelm-Bracke-Gesamtschule

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gefördert von:

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Bürgerstiftung

 

 

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und dem Schulverein der Wilhelm-Bracke-Gesamtschule.

Vorwort

Im Jahr 2013 wurde das Gewaltpräventionsprojekt  bereits zum neuzehnten Mal an der Wilhelm-Bracke-Gesamtschule durchgeführt.

Schon 1995, im damaligen 9. Schuljahr des Jahrgangs 1991, fand der erste Durchgang des Projektes statt. Dies geschah auf Initiative des Schüler- und Elternrats der Wilhelm-Bracke-Gesamtschule, die von der Schulleitung und der Gesamtkonferenz die volle Unterstützung fand.

In enger Zusammenarbeit mit Herrn Pastor Burkhardt von der evangelischen Landeskirche (Baustein I - Schritte gegen Tritte), Herrn Reinhard Koch von der ARUG (Baustein II - Stark ohne Gewalt), Mitarbeitern der Jugendhilfeeinrichtung Mondo X (Baustein III – Sicher in Konflikten) und Herrn Oberkommissar Burschepers von der Braunschweiger Polizei (Baustein IV - Polizei) wurde damals beschlossen, diese vier Bausteine aus dem `Braunschweiger Modell´ (eine Modell zur Gewaltprävention, das ursprünglich noch weitere Bausteine enthielt) an der Wilhelm-Bracke-Gesamtschule in allen 6 Klassen eines 9. Jahrgangs als schulinternes Gewaltpräventionsprojekt durchzuführen. Die Bausteine sind inhaltlich aufeinander abgestimmt und werden von erfahrenen Anleitern mit den Klassen durchgeführt.

2003 wurde das `Braunschweiger Modell´ zur Gewaltprävention in einem Festakt an der Wilhelm-Bracke-Gesamtschule mit einem Bundespreis prämiert.

Während der 19 Jahre wurden die einzelnen Bausteine inhaltlich immer wieder überarbeitet und der sich verändernden Lebensrealität der Schülerinnen und Schüler, aber auch den sich verändernden Rahmenbedingungen,  angepasst. So konnte die Zusammenarbeit mit Mondo X aus organisatorischen Gründen leider nicht aufrecht erhalten werden. Diesen Baustein übernahm das Elisabethstift. 2010 wurde dieser Baustein durch den neuen Baustein III „Sicher im Netz“ abgelöst, da es, in Folge der sich rasant entwickelnden und verbreitenden neuen Medien unter den Schülern immer häufiger zu Fällen von Internetmobbing kam.

Seitdem Herr Oberkommissar Burscheppers im Jahr 2013 in Pension gegangen ist, wird dieser Baustein von Herrn Polizeikommissar Bahr angeleitet.

Auch im Jahr 2012 wird dieses Projekt wieder in dem kommenden 8. Jahrgang des Schuljahres 2012/13 durchgeführt werden. 

Warum überhaupt Gewaltprävention an der Wilhelm-Bracke-Gesamtschule ?

Nicht erst seit den schrecklichen Gewalttaten vereinzelter sogenannter Amokläufer auch in Deutschland, sind sich Schüler, Schülerinnen, Eltern, Lehrkräfte und Schulleitung darüber einig, dass wir an unserer Schule der Gewalt vorbeugen, also gemeinsam präventiv tätig sein wollen.

Wir führen daher seit nunmehr 17 Jahren – also schon lange vor dem Auftreten der Amokläufe in Deutschland - mit allen Klassen im 8. oder 9. Jahrgang ein 4-tägiges Gewaltpräventionsprojekt durch.

Wir denken, dass wir dies mit Erfolg getan haben –  die Wilhelm-Bracke-Gesamtschule ist eine fast gewaltfreie Schule – und auch weiter tun müssen, damit es so bleibt!

Es gilt, die Schüler über die Ursachen und Hintergründe der Entstehung von Gewalt  aufzuklären, sie für die Mechanismen, die zur Gewaltanwendung führen, zu sensibilisieren, und mit ihnen mögliche Handlungsalternativen, konkrete Hilfsmittel und Verhaltensweisen zur Vermeidung von gewalttätigen Auseinandersetzungen zu erarbeiten und diese einzuüben.

Zu diesem Zweck hat die Schule gemeinsam mit Sachverständigen von Polizei und Jugendhilfeeinrichtungen dieses Gewaltpräventionsprojekt erstellt.

Die einzelnen Projektbausteine

Baustein I  „Schritte gegen Tritte“

Maik Bischoff – ev. Landeskirche

Anhand eines umfangreichen, einführenden Rollenspiels zu Szenarien aus Südafrika oder Fluchtwegen junger Migrantinnen und Migranten werden die Hintergründe von struktureller Gewalt und die Zusammenhänge mit persönlichen Gewalterfahrungen erarbeitet, wobei die Gefühle und das Mitgefühl der Schülerinnen und Schüler als Grundlage für die Erarbeitung dienen.

Dies ermöglicht im Folgenden die Aufarbeitung eigener Erfahrungen mit Gewalt- und Ausgrenzungserlebnissen. Den Schülerinnen und Schülern soll Raum gegeben werden über ihre eigenen Erfahrungen zu reden und zu erkennen, dass Gewalt trotz aller unter-schiedlichen Erfahrungen auch in ihrer Gruppe zur Alltagserfahrung gehören kann.

Dies kann der erste Schritt zur Überwindung der eigenen Sprach- und Mutlosigkeit sein.

In weiteren Rollenspielen wird anhand von konkreten Erlebnissen aus der Erfahrungswelt der Jugendlichen herausgearbeitet, wie Konflikte entstehen, wie sie eskalieren und welche Rolle die Gewaltanwendung spielt. Als weiterer wichtiger Schritt werden dann die alternativen Wege zur gewaltfreien Lösung von Konflikten erarbeitet und die Jugendlichen werden bestärkt auf ihre Gefühle und Körpersignale zu achten, damit sie in gewalttätigen Situationen nicht ohnmächtig zusehen müssen, sondern helfend `eingreifen´ können (im Sinne der Gewaltfreiheit) ohne sich dabei selber zu überschätzen und in Gefahr zu bringen. Ihre `Zivilcourage´ soll gestärkt werden.

 

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Baustein II `Stark ohne Gewalt´ 

Karl-Heinz Emter – Arbeit und Leben

Von der Gruppe zur Gemeinschaft

Im Antigewalttraining von "Stark ohne Gewalt" werden die Schritte von der Gruppe zur Gemeinschaft  verdeutlicht und trainiert. Ausgehend von der Annahme, dass eine Gruppe von Menschen, innerhalb gesellschaftlicher Strukturen, zunächst Regeln für das Zusammenleben braucht, werden diese in einer interaktiven Auftaktübung erarbeitet.

Im weiteren Verlauf des Trainings wird auf die Schwierigkeiten eingegangen, die auch ein "geregeltes" Zusammenleben mit sich bringt.

Hierbei werden die Themenbereiche "Umgang mit Opfer/Täter in der Gruppe", "Angst vor der Angst", "Angst vor Strafe" und gewaltlose Konfliktlösung / Zusammenarbeit  in einer Gemeinschaft erlernt und praktiziert.

 

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Baustein III „Sicher im Netz“

Michael Roos – Elisabethstift

Dieser Projektbaustein beschäftigt sich mit den Themen Cybermobbing und "Happy Slapping" (selbstgedrehte Gewaltvideos mit dem Handy).

Im Rahmen dieses Projektteils wird den Schülern deutlich gemacht, wann die Grenze zur Straftat auch im Internet überschritten wird. Weiterhin werden die Schüler darüber informiert, wie sie sich als Opfer von Cybermobbingattacken zur Wehr setzen können. Im zweiten Teil beschäftigt er sich schwerpunktmäßig mit sexuellen Übergriffen im Internet. Auch hier wird versucht  den Schülern zu verdeutlichen, wie sie sich vor solchen Übergriffen schützen können und was sie im Fall eines solchen "Kontaktangebotes" machen können. Während des gesamten Bausteins werden die Schüler auch darüber aufgeklärt, welche Vor- und Nachteile die Mitgliedschaft in virtuellen sozialen Netzwerken (z.B. SchülerVZ oder Facebook)haben kann. Und - vielleicht noch wichtiger! – wie viele Daten darf man maximal von sich im Internet preisgeben.

 

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Baustein IV „ Polizei “

Polizeioberkommissar Michael Bahr

Dieser Baustein soll in den Jugendlichen die Bereitschaft  wecken, sich mit  dem Problem der Jugendkriminalität auseinander zu setzen und dabei ein größeres Bewusstsein gegenüber abweichendem und gewalttätigem Verhalten, seinen möglichen Ursachen und Folgen für den Einzelnen (Täter/Opfer) zu erlangen. Dadurch sollen die Jugendlichen befähigt werden, in Konfliktsituationen richtig zu handeln (Zeugenverhalten, Zivilcourage)  und selber kriminelles Verhalten zu vermeiden  und abzulehnen.

Dazu wird zunächst ein realitätsnahes Rollenspiel durchgeführt, in dem ausgewählte Schüler eine jugendtypische Straftat `gespielt´ ausüben und ein(e) Zeuge(in) diese Tat der Polizei meldet.  Die Polizei kommt daraufhin zum Tatort (Schulhof), nimmt die `Straftäter´ fest, stellt den Tathergang durch Zeugen-, Täter- und Opferbefragung fest  und behandelt die Täter erkennungsdienstlich.

Im Anschluss werden im Klassenzimmer in einem Gespräch die möglichen strafrechtlichen Konsequenzen der Tat erarbeitet.

 

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Evaluation der Resonanz bei den Schülerinnen und Schülern

 

Im letzten Jahr wurde zum ersten Mal eine Evaluation zur Resonanz der einzelnen Bausteine bei den Schülerinnen und Schülern vorgenommen.

Dazu sollten die Schülerinnen und Schüler jeweils gleich nach der Durchführung des Bausteins in ihrer Klasse und in Abwesenheit der Anleiter Punkte auf eine Evaluationszielscheibe kleben (oder mit einem Stift Punkte in die Zielscheibe malen). Je besser ihnen die Durchführung des Bausteins gefallen hat, desto dichter ins Zentrum sollte der Punkt gesetzt werden.

Die Ergebnisse dieser Evaluation aus den einzelnen Klassen für die einzelnen Bausteine finden sich im Anhang (die Ergebnisse einer Klasse fehlen leider, da die Evaluation dort nicht durchgeführt wurde).

Insgesamt zeigen die Ergebnisse, mit ihrer deutlichen Häufung der Punkte nahe dem Zentrum der Evaluationszielscheibe bei nahezu allen Klassen und allen Bausteinen, dass das gesamte Projekt und auch die einzelnen Bausteine bei den Schülerinnen und Schülern der einzelnen Klassen mehrheitlich sehr positiv aufgenommen wurden, auch wenn es bei einigen Klassen einige Schülerinnen und Schüler gibt, die ihre Punkte bei einigen Bausteinen etwas abseits des Zentrums gesetzt haben, also nicht so angetan waren.

 Weiterführende Arbeit im Jahrgang

 Noch in diesem Jahr werden alle Klassen des Jahrgangs eine Gerichtsverhandlung besuchen, um sich einen Eindruck von der Arbeit der Gerichte machen zu können. Dieses Projekt vervollständigt die Arbeit des Bausteins IV „Polizei“. Der Besuch der Gerichtsverhandlung wird im Gesellschaftslehre- Unterricht vor- und nachbereitet.

 

 

Termine (Korrektur) für die Klassen des Jahrgangs 2010 (8. Klasse) im Präventionsprojekt 2013

 

 

 

SGT

M. Bischoff/T. Otte

SOG

K. Emter

Gefahren im Netz

Elisabethstift  M. Roos

 

Polizei

Herr Bahr

 

Mo.  16.09.13

 

8.1         1. – 6. Std

 

 

 

 

Di.   17.09.13

 

8.2         1. – 6. Std

 

8.1     1. – 4. Std.

 

 

 

Mi.  18.09.13

 

8.4         1. – 6. Std

 

8.2     1. – 4. Std.

 

8.1     1. – 4. Std.

 

 

Do.  19.09.13

 

8.3         1. – 6. Std

 

8.4     1. – 4. Std.

 

8.2     1. – 4. Std.

 

8.1     2. – 4. Std.

 

Fr.   20.09.13

 

8.5         1. – 6. Std

 

8.3     1. – 4. Std.

 

8.4     1. – 4. Std.

 

8.2     2. – 4. Std.

Wochenende

 

 

 

 

 

Mo.  23.09.13

 

8.6         1. – 6. Std

 

8.5     1. – 4. Std.

 

8.3     1. – 4. Std.

 

8.4     2. – 4. Std.

 

Di.    24.09.13

 

8.7         1. – 6. Std

 

8.6     1. – 4. Std.

 

8.5     1. – 4. Std.

 

8.3     2. – 4. Std.

 

Mi.   25.09.13

 

 

 

8.7     1. – 4. Std.

 

8.6     1. – 4. Std.

 

8.5     2. – 4. Std.

 

Do.  26.09.13

 

 

 

8.7     1. – 4. Std.

 

8.6      2. – 4. Std.

 

Fr.   27.09.13

 

 

 

 

 

8.7      2. – 4. Std.

 

 

 

 

 

 

 

Interessierte Eltern können gerne an den einzelnen Projektbausteinen teilnehmen:

 

Regel 1: nicht in der Stammgruppe des eigenen Kindes

Regel 2: Sie sind nicht Zuschauer/in sondern Teilnehmer/in

Regel 3: Bitte Terminwunsch  spätestens 1 Woche vorher anmelden unter:

              

christian.albrecht@bracke-igs.de  

 

 

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