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Schüleraustausch mit Kasan

in Russland

Tatarstan – der Name klingt nach Steppe, wildem Reitervolk und dem sprichwörtlichen Tatarenjoch, aber so exotisch geht es bei unserem Schüleraustausch doch nicht zu.

Kirche in KasanUnser Ziel, die Hauptstadt Kazan’ (1,2 Millionen Einwohner, bestehend aus 77 verschiedenen ethnischen Gruppen und nicht zu verwechseln mit der an China grenzenden Republik Kasachstan) befindet sich ca. 800 Kilometer südöstlich von Moskau an der Mittleren Wolga. Die Bevölkerung besteht zu gleichen Teilen aus Russen (russisch-orthodox) und Tataren (muslimisch), was sich im Stadtbild in einem stetig wachsenden, bunten Gemisch von Kirchen und Moscheen niederschlägt. Viele Familien sind religiös-kulturell gemischt, religiöse Polarisierung oder Fundamentalismus sind kein Thema.

Unser seit August 1988 jährlich stattfindender vierzehntägiger Schüleraustausch mit je einem Hin- und Rückbesuch nahm mit einer spontanen Einladung des damaligen Kazaner Oberbürgermeisters Idiatullin in ein Pionierlager an der Wolga seinen Anfang, als dieser im Rahmen einer Besichtigung unserer Schule eine Russischstunde im siebten Jahrgang besuchte. Mittlerweile besteht eine Städtefreundschaft zwischen Braunschweig und Kasan.

UnterrichtDie Organisation des Austauschs erfolgt seit vielen Jahren in Kooperation mit dem Ricarda-Huch-Gymnasium (vormals auch mit dem Hoffmann-von-Fallersleben-Gymnasium) und seit 2001 mit dem Jugendamt der Stadt Braunschweig, wobei jede beteiligte Schule ihre  jeweilige Partnerschule mit „Deutsch“ als Unterrichtsschwerpunkt hat.

Keine Angst vor Verständigungsproblemen – die Kazaner Jugendlichen, die zu uns kommen, müssen sich zuvor bei einer Art Deutscholympiade einen vorderen Platz erkämpfen, während unsererseits alle interessierten Schüler und Schülerinnen, auch wenn sie nicht über russische Sprachkenntnisse verfügen, teilnehmen dürfen und in Kazan’ in Familien wohnen, in denen Deutsch oder Englisch gesprochen wird.

Als unbestrittene Höhepunkte des Programms erweisen sich einhellig die mehrtägige Schifffahrt auf der Wolga, die Schulabschlussfeier an unserer Partnerschule Nr. 72 (terminabhängig) sowie natürlich ein Zwischenstopp mit Übernachtung in Moskau.

SchülergruppeLeider ist es in den letzten Jahren schwieriger geworden, die Schüler zur Teilnahme am Austausch zu motivieren, der ja kein exotisches Pflänzchen des Fachbereichs Russisch sein soll, sondern interkulturelles Anliegen der gesamten Schule. Deutsche wie russische Jugendliche lernen Englisch, so steht der Kommunikation nichts im Wege. In jedem Jahr sind die deutschen Teilnehmer von der sprichwörtlichen tatarischen Gastfreundschaft schlichtweg überwältigt und unser Austausch hat nicht nur zahlreiche langjährige Freundschaften zwischen Kazaner und Braunschweiger Jugendlichen und Erwachsenen hervorgebracht, sondern auch schon interkulturelle Ehen gestiftet. Da zdravstvuet naš obmen!

Lucia Fecher

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