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1. Preis Architektenwettbewerb

Neubau der IGS Wilhelm-Bracke-Gesamtschule in Braunschweig

Architektenwettbewerb

Ausloberin: Nibelungen Wohnbau GmbH Braunschweig

 

Preissieger: springmeier architekten

Kastanienallee 40, 38104 Braunschweig

 Lageplan

Beurteilung durch das Preisgericht:

Der Entwurf bindet sich städtebaulich sehr überzeugend in die umgebende Situation ein und formuliert eine schlüssige und selbstverständlich erscheinende Eingangssituation am Rheinring. Er zeigt sich durch Form und Materialwahl als insgesamt zeitgemäßes Schulgebäude mit einfach umsetzbarer Konstruktion. Aufgrund seiner Ausformulierung erscheint er in den gegebenen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen realisierbar. Die Cluster überzeugen durch ihre Klarheit und die großzügig gefassten und gut belichteten Marktplätze sowie durch die gelungenen Wechsel von Aus- und Einblicken.

Modell

Die eingeschnittenen Höfe öffnen den Baukörper sowie die Cluster ins Umfeld und bilden mit einer klaren Erschließungsachse eine gute Orientierung im Gebäude. Das Baumhaus wird positiv bewertet, die Art Verkleidung ist jedoch im Hinblick auf den Brandschutz zu überprüfen. Die Verfasser bieten ein schlüssiges und einfaches Passivhauskonzept mit hohem Nachhaltigkeitsanspruch an.

Insgesamt ist daher der Entwurf ein in allen Belangen überzeugender Beitrag, die im Folgenden angeführten Themenbereiche erscheinen dem Preisgericht jedoch überarbeitungswürdig.

Deutlicher Nachbesserungsbedarf besteht im Bereich von Mensa und Aula, die in dieser Form nicht nutzbar sind und überarbeitet werden müssen. Eine lichte Raumhöhe von mindestens 4,0 m wird benötigt. Dies kann beispielsweise erreicht werden durch eine Absenkung dieser Bereiche von 1 - 2 m, hierzu ist die ebenfalls notwendige Einbeziehung der Topographie zu überprüfen. Die Möglichkeit einer Abendnutzung der Aula ist ebenfalls nachzuweisen. Die fehlende Bühne im Bereich der Aula kann durch eine Nutzung des Unterrichts­raumes Darstellendes Spiel als Bühne geschaffen werden, sofern dieser auf dem Niveau +/- 0 bleibt, die für Bühnen notwendigen Raummaße gewinnt und die Aula entsprechend abgesenkt wird. Zur Optimierung der Behindertenfreundlichkeit ist die Lage des Aufzugs im Hinblick auf die Erreichbarkeit aller Cluster zu überprüfen.

In den einzelnen Clustern ist die WC-Anlage im Bereich Marktplatz aus der zentralen Lage zu entfernen. Der Marktplatz sollte auch seitlich belichtet werden. Optimalerweise über beidseitige Arbeitsnischen von 20-30 m2 im Fassadenbereich. Die Klassenraumproportionen können angepasst werden. Im Bereich der Sek2  ist ebenfalls eine Clusterlösung zu suchen, die sich eingeschossig darstellt.

Superteaser

Die Breite der Verbindungsachse zwischen den einzelnen Clustern erscheint zu schmal und ist aufzuweiten.

Im Verwaltungsbereich erscheint die Raumanordnung zu linear, die Nähe von Musik und EDV unglücklich.

 

Die Entfluchtungsmöglichkeiten sind zu überarbeiten und in einem integralen Brandschutzkonzept darzustellen.

 

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